Neuigkeiten

Zum Abschluss der NRW-Liga-Saison 2025/2026 führte uns der Weg nach Wuppertal zum Auswärtsspiel in Elberfeld. Wir waren Favorit, denn wir hatten entweder eine ähnliche Wertungszahl bzw. eine leicht bessere. An den beiden letzten Brettern hatten wir deutliche Vorteile, dort hatte Elberfeld Ersatzspieler aufgeboten. Die Führung für Bünde nach knapp 2,5 Stunden. Unser Teamkapitän Benjamin hatte am Damenflügel einen Mehrbauen und als dann die Figuren getauscht wurden, war das Bauernendspiel gewonnen. Der überraschende Ausgleich bei Christian, der Gegner hatte eine Variante vorbereitet und früh eine Qualität geopfert. Als sich die Partie Richtung Ausgleich bewegte, nahm er einen Bauern mit der Dame und die Dame kam nicht mehr raus und die Partie war verloren. Die erneute Führung ließ aber nicht lange auf sich warten. Boris hatte das etwas aktiviere Damenendspiel erreicht und konnte dann entscheidende Bauern gewinnen und krönte damit seine tolle Saison. Sechs Punkte aus sieben Partien. Es folgte ein Remis bei der Partie von Thomas. Sein Gegenüber opferte zwei Figuren gegen einen Turm und zwei Bauern, die Stellung blieb jedoch im ausgeglichenen Bereich, sodass man sich auf ein Remis einigte. Wieder der Ausgleich für Elberfeld, dieses Mal bei Ilija. Ilija hatte sich eine bessere Stellung erspielt, spielte dann jedoch ungenau. Er konnte zwar die Dame gewinnen, allerdings standen ihm zwei Türme und ein Läufer gegenüber. Das war zu viel. Ein etwas glückliches Remis hatten wir bei Maurice. Lange stand es ausgeglichen, wo die Partie dann gegen ihn kippte (-3 laut Computer), nahm sein Gegner das Remisangebot an. Carsten und Pascal spielten noch und beide hatten Vorteil. Ein Mehrbauer im Leichtfigurenendspiel reichte Carsten, um souverän den Sieg einzutüten. Und nur wenige Minuten später gewann auch Pascal. Bei entgegengesetzt rochierten Königen war der gegnerische König nicht so sicher und Pascal hatte Angriff. In der Zeitnotphase gewann Pascal dann noch eine Figur. Mit dem 5:3-Auswärtssieg sind wir auf Platz 4 der Abschlusstabelle. Zwischenzeitlich mussten wir aufpassen, dass wir nicht unten reinrutschen, mit drei Siegen am Stück (davon ein kampfloser) gab es einen guten Schlusssprint. Boris war unser Topscorer. Ungeschlagen sechs Punkte aus sieben Partien. Super! Carsten war ebenfalls ungeschlagen, vier aus sechs. Da wir nach incl. Analysen nur gut vier Stunden benötigt haben, hat uns Carsten noch in der Wuppertaler Innenstadt in eine Eisdiele eingeladen. Vielen Dank!

Am letzten Spieltag der Bezirksliga sicherte sich Bünde IV durch ein 4:4 gegen Hücker-Aschen II zu 100% den Klassenerhalt, selbst wenn es drei Absteiger geben sollte. Es war ein spannender Mannschaftskampf. Zum Schluss verschenkten die Bünder sogar den möglichen Mannschaftssieg. Denn bei einer 4:3 Führung hätte ein Remis von Axel Vahle (Brett 5) gereicht. Axel, der seinen Gegner die ganze Zeit im Griff hatte, ließ sich jedoch in besserer Stellung überraschend Matt setzen. Vor dem Mannschaftskampf musste Mannschaftsführer Bernd Holtmeier kurzfristig Meik Struckmeier (Brett 2) aus Krankheitsgründen ersetzen. Sein Ersatz Joachim Dinter (Brett 8) sorgte schließlich für die Bünder 4:3 Führung. Sein Gegner verspekulierte sich mit einem Qualitätsopfer. Den Grundstein zum Erfolg legte Bernd Holtmeier (Brett3) nach noch nicht Mal einer Stunde, dessen Gegner sich mit seiner Lieblingseröffnung nicht auskannte. Es folgten vier Remis Partien von Harald Schleef (Brett 7), Klaus Bredenkötter (Brett 4), Milas Palm (Brett 1) und Friedel Josting (Brett 6). Für Friedel war es eine besondere Partie. Denn es war seine letzte Meisterschaftspartie. Mit 94 Jahren will er zukünftig nur noch privat gegen Freunde Schach spielen. Spannend wurde der Mannschaftskampf durch die Niederlage von Hans-Joachim Soll (Brett 2). Hans-Joachim kam gut aus der Eröffnung raus, geriet aber auf die Verliererstraße, als er sich in einer komplexen Stellung für den falschen Zug entschied.

Fast 4.000 Anmeldungen gab es beim diesjährigen Grenke Open 2026 in Karlsruhe. Während die Weltspitze (die, die nicht beim Kandidatenturnier spielen) sich im Freestyle versuchten, spielten alleine in der A-Gruppe vom klassischen Schach rund 1.000 Spieler mit. Der stärkste Spieler der A-Gruppe ist Nummer 41 der Weltrangliste. Ein riesiges und stark besetztes Turnier. Aus Bünde waren wir mit fünf Spielern dabei. Lisa, Pascal und Kiril spielten in der A-Gruppe, Marvin versuchte sein Glück in der Gruppe B und Markus spielte in der Gruppe C. Wir gehen die Spieler mal der Reihe nach durch: Nachdem Pascal in Werther seinen FM-Titel erspielt hat, konnte er diesbezüglich beim Grenke frei aufspielen. Nach zwei Siegen zu Beginn spielte er in der dritten Runde schon an Brett Nummer 20, der französische IM war aber zu stark. Ein neuer Anlauf war notwendig, um für eine Überraschung zu sorgen, also wieder zwei Siege und wieder an einem der vorderen Bretter. Dieses Mal Brett 32, aber auch da war der IM zu stark. Nach einem Sieg in Runde sieben hatte Pascal starke fünf Punkte auf dem Konto. Die Spieler mit einer niedrigeren Wertungszahl konnte er besiegen, bei den stärkeren zog er den Kürzeren. Auf in den letzten Tag und wie… Gegen einen italienischen FM mit einer Zahl von über 2400 spielte Pascal eine super Partie und konnte gewinnen. Wenn er in der letzten Runde also einen IM oder GM zugelost bekommt, kann er sogar um eine IM-Norm spielen. Und kurz vor Rundenbeginn stand auf der Auslosung IM Valentin Buckels, Elo 2430. Jetzt musste Pascal nur noch gewinnen – einfacher gesagt als getan. Es entstand früh eine Stellung, wo Pascal laut Computer bereits einen Hauch besser steht und der IM verbrauchte viel Zeit. In der Phase, wo Pascal seinen Vorteil ausnutzte, opferte sein Gegner eine Figur gegen zwei Bauern. Pascal wehrte den Angriff routiniert ab (einmal war er kurz davor, die Partie wieder einzustellen) und gewann. Super: Platz 25 in der Tabelle – von Startrang 182 Klasse: 39 Elo Punkte gewonnen Überragend: Nur wenige Tage nach dem FM-Titel erspielt er sich damit seine erste IM-Norm!!! Herzlichen Glückwunsch Von Rang 595 ging Lisa ins Rennen und bekam gleich in der ersten Runde einen IM vorgesetzt, wo sie leider nicht punkten konnte. Besser lief es an Tag 2, dort konnte sie 1,5 Punkte erspielen und setzte danach gegen einen stärkeren Spieler mit 2234 Elo mit einem Remis ein Ausrufezeichen. Es folgten 1,5 Punkte aus den nächsten drei Partien. Zwischenfazit: 3,5 aus 7. Auf in den letzten Tag. Der lief jedoch nicht so gut für Lisa, es gab leider keine Punkte zu holen und blieb es bei einem guten Turnier. Ebenfalls ein sehr gutes Turnier spielte Kiril. In allen neun Partien hatte er stärkere Gegner gegen sich und zeigte seine tolle Form. Nach einem Remis am ersten Tag, kamen an Freitag und Samstag je ein Punkt dazu – am Sonntag waren es sogar 1,5 Punkte. Vier Punkte nach sieben Runden, sehr gut. Auf in den letzten Tag. Doch auch hier lief es nicht so gut und wie bei Lisa kam nichts zählbares dazu. Trotzdem ein sattes Elo-Plus von 32 Punkten. Über 1500 Spieler in der Gruppe B und Marvin hatte es mit schier übermächtigen Gegnern zu tun. In den ersten drei Runde blieb er leider punktlos und dann mit einem Remis am dritten Tag endlich eine kleine Erlösung, denn in den Verlustpartien stand er teilweise schon deutlich auf Gewinn. Doch das Glück währte nicht lange, es gab danach wieder eine lange Rochade auf dem Ergebniszettel. Die letzten drei Runden waren dann doch noch versöhnlich, drei Remis gab es zum Abschluss, jedoch auch ein saftiges Minus bei der Wertungszahl. Markus war von über 600 Teilnehmern der Gruppe C sogar auf Startrang 37. Allerdings waren dort auch über 250 Spieler ohne Wertungszahl und die kann man nicht einschätzen. In der Endtabelle waren unter den ersten 30 Spielern dann auch fast die Hälfte ohne Wertungszahl. Drei Siege am Stück. Ein super Auftakt am Donnerstag und Freitag für Markus. Zur Belohnung gab es eine Partie am siebten Brett. Diese endete Remis und danach legte Markus mit einem Sieg nach. 4,5 Punkte nach drei Tage. Super, damit war er ganz vorne mit dabei. Der Sonntag war dann durchwachsen und er musste abreißen lassen. Es gab nur einen halben Punkt. Auf in den letzten Tag. Wir hatten bei Pascal zwei Siege, bei Lisa und Kiril zwei Niederlagen, bei Marvin zwei Remis. Für eine ausgeglichene Bünder Bilanz am letzten Tag fehlen noch zwei Siege. Und diese beiden Siege hat Markus erzielt und damit, wie Pascal, sieben aus neun Punkte erreicht. Platz 29, ein richtig gutes Ergebnis. Neben den vielen spannenden Partien, war es eine tolle gemeinsame Zeit!

Sich für eine NRW-Meisterschaft zu qualifizieren, ist schon etwas besonders. Mattes hat das geschafft und durfte vier Tage in Gütersloh bei der NRW U10-Meisterschaft 2026 mitspielen. Neun Runden standen an diesen vier Tagen auf dem Programm, ein anstrengendes Turnier. Die Räumlichkeiten in Gütersloh waren gewohnt sehr gut. Die ersten 20 Minuten durfte man nicht zugucken, damit die Kinder sich besser auf die Partien konzentrieren können. Warum Frau Wunderlich – ohne es vorher anzusagen – darauf bestanden hat, dass man danach nur von einer sehr großen Entfernung zugucken durfte, weiß vermutlich nur Frau Wunderlich selbst. Wenn die Kinder nicht gerade an einem der vorderen Bretter spielten, musste man Adleraugen oder ein Fernglas haben. Schade. Dann ging es os und in der ersten Runde spielte Mattes eine sehr starke Partie und hatte auch sehr gute Kombinationen gerechnet. U.a. in dieser Stellung:

Vor ungefähr zweieinhalb Jahren hat Pascal die Elo 2200 überschritten, mit dem ehrgeizigen Ziel, (mindestens) den FM-Titel zu erreichen. Wenige Monate später stand schon die 2267 in dem FIDE-Profil und der Titel war in kürzester Zeit zum Greifen nahe. Doch wie das im Schachleben sein kann, gibt es Phasen mit tollen Partien und Phasen, wo einem das Pech am Springer (oder an welcher Figur auch immer) klebt. Und so waren es im August 2025 „nur“ noch 2195 Elo-Punkte. „Nur“, wenn man den FM-Titel anstrebt. Es folgte ein starker Herbst mit dem Finale der DSAM, dem NRW-Viererpokal, dem Turnier in Gütersloh und den Partien der NRW-Liga. Nach dem überragenden Turnier in Brühl und einem weiteren Erfolg mit der NRW-Liga-Mannschaft war das Ziel greifbar. Das Schloss-Open in Werther das Grenke-Open in Karlsruhe – da ist doch was möglich… Vorher stand noch die Entscheidung an. Das Turnier in Werther oder die NRW-Blitzeinzelmeisterschaft. Leider hat Schach NRW einen ungünstigen Termin für das NRW-Blitzen gewählt und die Ausschreibung kam zudem sehr spät, sodass Pascal in Werther mitspielte, dort hatte er sich bereits angemeldet. Und tatsächlich, mit einem Sieg in Runde 5 beim Schloss-Open gegen FM Dr. Axel Scheffner (der hat schon den von Pascal ersehnten FM-Titel) hätte es knapp reichen können. Im 13. Zug schlägt Schwarz dann auf f2 und die Computeranalyse schießt hoch – Gewinnstellung für Weiß. Man muss es jetzt „nur“ noch sehen.

Beim 19. Schloss-Open in Werther waren acht Bünder am Start. In den Gruppen A bis D waren wir jeweils mit zwei Spielern vertreten. Die A-Gruppe spielt in Werther sieben Runden an vier Tagen, währen die anderen Gruppen fünf Runden an drei Tagen spielen. Die Gruppe A war dieses mal gut besetzt, aber in der Spitze nicht so gut wie in den Vorjahren. Das hing vielleicht mit dem zeitgleichen Turnier in Münster zusammen, da hatte der stärkste Spieler eine Wertungszahl von über 2500. Damit ging Pascal vom Setzlistenplatz 1 ins Rennen. Nach einem überzeugendem Sieg in Runde eins folgten am Freitag zwei Remispartien. Drei Siege am Stück brachten Pascal nicht nur zurück auf Platz eins, sondern ganz nebenbei auch eine virtuelle Elo von über 2300. Damit kann Pascal einen FM Titel beantragen. In der letzten Runde reichte Pascal ein Remis zum Turniersieg, aber ein Reihe „spannender“ Züge brachte eine Niederlage und Platz 2 in der Abschlusstabelle, was immer noch ein gutes Preisgeld bedeutete. Tim erwischte kein so gutes Turnier, zwei Remis nach vier Partien. Da Tim aus dem Turnier ausstieg, blieb es bei dem einem erspielten Punkt. In der B-Gruppe spielten Jannis und Olli. Jannis ging von Platz 3 aus ins Rennen und wollte seinen guten Lauf in der Verbandsliga fortsetzen. Daraus wurde leider nicht, denn nach zwei Remis zu Beginn folgte eine Niederlage im vereinsinternen Duell gegen Olli. Und wenn es einmal läuft…, sein Gegner in der vierten Runde hatte nicht berücksichtigt, dass es auf Grund der Uhrenumstellung ggfs. zu veränderten Fahrplänen bei den Öffis kommt. Damit gewann Jannis kampflos. Ein Sieg in der letzten Runde brachte dann Platz 12. Olli hatte in allen Runden deutlich stärkere Gegner, das lag auch daran, dass er direkt in Runde eins mit Schwarz gegen einen stärkeren Spieler gewinnen konnte. Nach dem bereits erwähnten Sieg im Spiel gegen Jannis war Olli mit zwei aus drei richtig gut dabei. Leider blieb es bei zwei Punkten aus fünf Runden, trotzdem wird das ein deutliches DWZ-Plus bedeuten. Milas und Markus spielten in der C-Gruppe mit. Samstag Abend hatte Milas nach drei Runden 2,5 Punkte auf der Habenseite und spielte sogar am dritten Brett. Wie bei Olli war auch bei Milas der Sonntag nicht von erfolgt gekrönt und er verlor die beiden letzten Runden. Markus hatte eine Herkulesaufgabe zu bewältigen. Der „schwächte“ seiner Gegner hatte 250 DWZ-Punkte mehr. Am Ende reichte es bei Markus für 1,5 Punkte Auf Platz 4 und 12 standen Robin und Harald in der Startrangliste der D-Gruppe. Mit jeweils drei Punkten nach fünf Runden hatten sich beide sicherlich etwas mehr erhofft. Robin wurde 24ster und Harald kam auf Platz 31.

