Bünde 3: 5:3 Niederlage in Höxter

Bünde 3: 5:3 Niederlage in Höxter

Am vorletzten Spieltag der Verbandsklasse stand für Bünde 3 das undankbare Auswärtsspiel im 85 Kilometer entfernten Höxter an. Mit einem Platz im Tabellenmittelfeld sollte an diesem Spieltag am besten ein Sieg her, um endgültig aus dem Abstiegskampf heraus zu sein.

Das erste Ergebnis stand früh am vierten Brett bei Mannschaftsführen Phillipp Spaeth fest. Der Spieler der Heimmannschaft nutzte den Vorteile der weißen Spielsteine, um von Anfang an auf Angriff zu spielen, konnte jedoch aufgrund von Phillipps solider Verteidigung keinen nennenswerten Vorteil erzielen sodass die Spieler sich nach einer größtenteils ereignislosen Partie im 19. Zug auf ein Remis einigten.

Oliver Schlüter hat sich in der Eröffnung nicht gut aufstellen können und verlor am Übergang ins Mittelspiel durch eine Taktik seines Gegners eine Figur. Im weiteren Verlauf versuchte er, ein wenig Gegenspiel am Königsflügel aufzubauen, was sein Gegner jedoch verteidigen und daraufhin seinen Vorteil entscheidend nutzen konnte.

Für den ersten Sieg sorgte anschließend Matts Struckmeier am Spitzenbrett. Sein Gegner stellte einige Figuren am Damenflügel für einen Angriff bereit, den Matts jedoch mit seinen Bauern im Keim ersticken konnte. Das Ergebnis war eine Figurenmehrheit auf der anderen Seite des Brettes, wo der Bünder den unrochierten schwarzen König extrem in Bedrängnis bringen konnte. Damit die Stellung nicht komplett zerbricht, sah sich sein Gegner gezwungen, eine Qualität zu opfern. Dies war jedoch vergebens und Matts konnte eine weitere Figur gewinnen. In einer bald folgenden forcierten Zugfolge zum Matt gab sein Gegner nun auf, wodurch die beiden Mannschaften nun wieder gleichauf waren.

Roman Vogt musste sich zu Beginn gegen einen Angriff am Königsflügel verteidigen und geriet in eine schwierige Stellung. Er schaffte es jedoch, einen Turm zu tauschen und den Angriff größtenteils zu neutralisieren, wodurch er sogar zwischenzeitlich einen geringen Vorteil erzielen konnte. Daraufhin folgte ein Abtausch der verbleibenden Figuren, welcher Romans König jedoch etwas zu weit entfernt auf der achten reihe zurückließ. Mit nur noch vier Bauern pro Seite war der gegnerische König einfach schneller, um einen Freibauern zu schaffen und zu eskortieren, sodass die resultierende Dame das Spiel zugunsten Höxters entschied.

Ersatzspieler Tim Maiwald konnte gegen seinen 400 DWZ-Punkte stärkeren Gegner an Brett 8 lange gut mithalten und fand sich in einem größtenteils ausgeglichenen Endspiel wieder. Hier geriet er jedoch ein wenig unter Druck und opferte eine Figur, um sich zwei verbundene Freibauern zu schaffen. Diese stellten sich jedoch leider nicht als stark genug heraus, sodass Tim nach einem Gegenangriff seines Kontrahenten in Nachteil geriet und die Partie verloren geben musste.

Besser lief es zunächst bei Luca Schimmel, der seinen Gegner in der Eröffnung ausspielen konnte und früh zwei Bauern gewann. Unglücklicherweise setzte sich bei ihm das Muster mit der Figur weniger fort, da er einen Abtausch nicht bis ganz zum Ende durchrechnete und einen Springer verlor. Dies war jedoch noch kein Grund aufzugeben, da er die Mehrbauer schnell und aktiv ins Spiel bringen und sich zwischenzeitlich Kompensation in Form von drei verbundenen Freibauern verschaffen konnte. 


Der Durchbruch glückte dann im 35. Zug, als sein Gegner mit 35 … Kf6 das wichtige Feld e7 freigab, was Luca direkt mit 36 e7 Td7 37 Td6+

ausnutzte. Hier war auch bald die letzte Möglichkeit für Schwarz, eine Figur für die Freibauern zu geben und in ein Endspiel mit gleichem Material abzuwickeln, jedoch konnte er sich nicht dazu durchringen und versuchte weiterhin, die Bauern ohne Figurenopfer aufzuhalten. Dies missglückte jedoch und führte dazu, dass er zusätzlich zur Figur noch einen Turm geben musste und sich das Blatt endgültig auf weißen Sieg drehte. Auch wenn dieser deutlich leichter hätte fallen können war es trotzdem ein wichtiger Punkt zum Zwischenstand von 3,5 zu 2,5 gegen die Bünder.

 

Zeyad stand von Anfang an ein wenig passiv und fand keine guten Felder für seine Figuren. Sein Gegner konnte sich dagegen besser koordinieren und beanspruchte die offenen Linien sowie ein Vorpostenfeld für seinen Springer tief in Zeyads Position. Hier fühlte sich der Bünder gezwungen, diesen über ein Qualitätsopfer zu entfernen, was jedoch den Angriff auf seinen König nicht stoppen konnte. Von Springer, Dame und Turm gejagt fand sich Zeyads König bald in aussichtsloser Lage, sodass er aufgeben musste. Hiermit hatten die Gastgeber mehr als die Hälfte der Punkte gesichert und die Bünder Niederlage besiegelt.

 

Trotzdem ging es für Holger Vogt an Brett 2 noch ein wenig weiter. In einer Partie, in der Holger lange Zeit einem kleinen bis moderaten Nachteil nachlaufen musste und eine schwere Aufgabe bei der Verteidigung seines Königs hatte, fand sein Gegner letztlich nicht die korrekten Gewinnzüge.

 


In dieser Stellung würde 32 Txg6 Txg6 33 Dxh5+ Th6 34 Dxf5+ Tg6 zu einer klaren Gewinnstellung führen, das vorausgehende Turmopfer wurde jedoch nicht gefunden. Stattdessen wurde durch 32 Df6 Db5 33 Te7+ Txe7 34 Txe7+ Sxe7 Dxe7+ Kh6 ein Großteil der Figuren abgetauscht. Das Ergebnis war eine Stellung mit Qualitätsvorteil für Holger, welchen er jedoch aufgrund des Dauerschachs der weißen Dame über e7 und g5 nicht nutzen konnte.

 

Am Ende stand eine 5:3 Niederlage zu Buche, welche die Bünder bis zum finalen Spieltag am 3. Mai auf dem fünften Tabellenplatz verweilen lässt.