Verbandsliga: Bünde 2 verliert sich zum Aufstieg

Verbandsliga: Bünde 2 verliert sich zum Aufstieg

Die Saison 2025/2026 ist in den meisten Ligen bereits beendet und so wurde am 17.05.26 nun auch in der Verbandsliga der 9. Spieltag eingeläutet.

Zum Saisonfinale ging es für die SG Bünde 2 nochmal nach Bielefeld, wo man auf den Heeper SK 1 traf.


Für beide Mannschaften ging es um nichts mehr.

Die Gastmannschaft war mit 8 Mannschaftspunkten fest im Mittelfeld verankert, wohingegen sich die Bünderaner am vorletzten Spieltag bereits den sicheren Aufstieg erkämpften.


Die geringe Bedeutung dieses Spiels konnte man auch an den Mannschaftsaufstellungen erkennen. Bei Heepen gönnte sich der Stammspieler an Brett 1 eine Auszeit. Wir mussten durch krankheitsbedingte Ausfälle und den OWL-Showdown in der 2. Fußball-Bundesliga hingegen gleich auf 4 Stammkräfte verzichten.

Dankenderweise erklärten sich Holger Vogt (Bünde 3), Oliver Schlüter (Bünde 3), Luca Schimmel (Bünde 3) und Niels Krömker (Bünde 5) bereit, für das Auswärtsspiel anzutreten.


Nachdem von der Heimmannschaft kurz vor Beginn des Kampfes schon eines leises 4:4-Angebot durch den Raum ertönte, lehnte man dieses auf Bünder Seite jedoch ab und versuchte für sich persönlich das beste Ergebnis rauszuholen.


Der Mannschaftskampf verlief jedoch nicht zu unseren Gunsten und so zeichnete sich an den hinteren Brettern schnell ein Nachteil ab.
Niels verlor gegen seinen nominell deutlich stärkeren Gegner am letzten Brett früh eine Figur, wonach dieser seinen Vorteil im Endspiel in einen vollen Punkt verwandelte.


An Brett 7 hatte Luca etwas Gegnerpech. Anstatt einen Kontrahenten um die 1500 DWZ zu bekommen, trat überaschenderweise das Brett 1(DWZ: 1910) aus der zweiten Mannschaft des Heeper SK an.

Luca gab trotzdem alles und versuchte mit solidem Spiel dagegenzuhalten. Im Königsinder wählte er statt des üblichen großen Zentrums allerdings eher einen kontraproduktiven Aufbau und verlor durch einen gegnerischen Bauernsturm am Königsflügel im Mittelspiel einen Läufer.

In der Folge tauschten sich einige Figuren ab, wonach Luca im Übergang zum Endspiel aufgab.

Somit führten die Gastgeber nun schon 2:0.


Ein Lichtblick kam durch Olli Schlüter an Brett 6 auf, der überzeugend gegen seinen Gegner gewinnen konnte. Olli konnte den gegnerischen Damenflügel in eine Bauernruine verwandeln und positionell seinen Gegner überspielen. Etwas überraschend kam da die Ansage nur ein paar Züge vor seiner Aufgabe (offenbar in der Hoffnung, ein Dauerschach zu erreichen), die anscheinend alle hören sollten: „Jetzt habe ich dich gleich, Kollege“!

Dies ließ sich Oli nicht zweimal sagen, erstickte jegliche Konterbemühungen des Gegners im Keime und verkürzte entgegen der Erwartung seines Gegners auf 2:1.

Dies sah auch Mannschaftskollege Holger Vogt am Brett nebenan und gab seine Partie Unentschieden in der Hoffnung, dass die oberen Bretter durch einen Sieg schon noch das Mannschaftsremis retten würden.


Dies sah auch lange danach aus, da Tim Kröger an Brett 3 einen Bauern mehr hatte, Mattias Tiedemann an Brett 4 gut aus der Eröffnung kam und Tobias Maiwald an Brett 1 mit Weiß leicht besser stand. An Brett 2 musste Jannis Altenbernd allerdings um das Remis kämpfen, der sich ohne wirkliches Gegenspiel einem Königsangriff gegenübersah. Nachdem sein Gegner einen Bauernverlust und damit die letzte Hoffnung auf einen Konter abwehrte, bot er überraschend Remis an, was Jannis mit etwas Zeitnot und einer deutlich schlechteren Stellung dankend annehmen musste. 


Zwischenzeitlich verlor Tim an Brett 3 durch einen Patzer seinen Mehrbauern und musste kurz darauf ebenfalls in eine Punkteteilung einwilligen.

Im gleichen Moment boten auch die Gegner von Mattias und Tobi Remis an, um für Heepen einen unerwarteten Mannschaftssieg einzutüten.

Mattias konnte sich aus seinem verknoteten Damenflügel nie wirklich befreien und hatte zum Schluss eine total verlorene Stellung mit zwei Minusbauern auf dem Brett, wodurch Mattias keine andere Wahl hatte, und das glückliche Angebot annahm.

Der Gegner wollte wohl auch schnell nach Hause und lediglich den Mannschaftssieg sichern. Tobias hätte in einer etwas besseren Stellung mit mehr Raumvorteil sicherlich weiterspielen können, aber da der Ausgang dieses Mannschaftskampfes keine wirkliche Bedeutung hatte, nahm unser Mannschaftsführer auch das Remis an, um den Sonntag noch anderweitig genießen zu können.


Mit einem ungewohnt schwachen Auftritt und einer 4,5:3,5 Auswärtsniederlage verabschiedet sich die SG Bünde 2 damit nun auch in die Schach-Sommerpause und greift ab September 2026 in der neuen Liga an.


Das vor der Saison gesteckte Aufstiegsziel wurde trotzdem souverän mit einem Mannschaftspunkt Vorsprung vor Gütersloh III erreicht und somit spielt die zweite Bünder Mannschaft in der OWL Regionalliga.

 

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